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SRP - Shelf Ready Packaging - erobert den POS

SRP - Shelf Ready Packaging - erobert den POS © pixabay.com

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POS kompakt - Ausgabe 08/2009

Die perfektionierte Logistikkette mit eingebautem Impulskaufgenerator

Es gibt Dinge, die erscheinen so logisch, dass man kaum glaubt, dass auch sie einmal „erfunden" werden mussten! Ein naheliegendes Beispiel im Bereich der Logistik stellt unzweifelhaft der Container dar. Mit dieser Erfindung hat der amerikanische Transportunternehmer Malcolm McLean seit 1956 den Warenumschlag im Überseegeschäft revolutioniert und die Grundlage für die nicht mehr wegzudenkende Globalität geschaffen!

Bei der Entwicklung des SRP – Shelf Ready Packaging war eine markante Grundanforderung sicher deckungsgleich: Vom Herstellungsort bis zum Point of Sale sollte die Ware weder vereinzelt noch umgepackt werden. Die Anforderungen an eine derartige Verpackung sind vielschichtig. Zunächst einmal stehen der Warenschutz und die Vermeidung von Transportschäden im Vordergrund. Eine vorrangig auf den Warenschutz ausgelegte Verpackung mag im C. u. C. Markt oder beim Discounter funktionieren – nicht aber im sonstigen Einzelhandel. Hier werden höhere Ansprüche gestellt. Mit diesen Ansprüchen und realisierbaren Lösungen setzen sich Experten aus Handel und Industrie im Rahmen der ECR (Efficient Consumer Response) – Arbeitskreise erfolgreich auseinander.

Zu den grundsätzlichen ECR-Zielvorstellungen gehören unter anderem Anforderungen wie:

  • Platzierungs-Optimierung,
  • Abverkaufsförderung,
  • Innovative Warenpräsentation,
  • Handlingskostenminimierung,
  • Zeit-und Kostenoptimierung beim Warenfluss
  • Optimierungen im Bestellwesen und der Logistik

Ein Pflichtenhelft also, das reichlich Spielraum für Optimierungen bietet. Als SRP können wir sowohl die aufwändig gestaltete und mit 1:1 Abbildungen versehene Verpackung für z. B. ein Haushaltsgerät ansehen, wie auch ein „Tray" das als VE 15 Konsumgüter beinhaltet. In dieser Betrachtung soll - in sprachlicher Kurzform - das „Tray" behandelt werden. Die physikalischen Eigenheiten der im Tray befindlichen Produkte haben natürlich maßgeblichen Einfluss auf die konstruktive Gestaltung. Während Produkte in Faltschachteln oder Dosen ein natürliches „Stehvermögen" aufweisen und in „Flachtrays" präsentiert werden können, bedürfen z. B. in Tüten verpackte Produkte mehr Führung und Abstützung durch eine entsprechend höhere Tray-Ausführung.

Unter dem Gesichtspunkt der Handlingskostenminimierung hat man insbesondere den Zeitaufwand der „Verräumung", also den Aufwand von der Entnahme vom Transportmittel, Entfernung des Traydeckels bis zum Platzieren im Regal, unter die Lupe genommen. Lösungen, bei denen ein Messer zur Hilfe genommen werden muss, sind in diesem Zusammenhang wegen des hohen Zeitbedarfs und auch einer nicht zu unterschätzenden Unfallgefahr verpönt. Auch sogenannte „Wrap-Around" Konstruktionen, bei denen das Oberteil des Trays mittels einer Perforation abgetrennt wird, haben sich als sehr zeitaufwändig erwiesen. Als Sieger in der Disziplin „Handlingskostenminimierung" gelten Trays, bei denen der Deckel durch einfaches Abziehen noch oben entfernt werden kann. Unter dem Aspekt der Abverkaufsförderung und der Produktauswahl durch den Konsumenten gibt es einen breiten Spielraum für die „kreativen Gestalter". Die Sichtbarkeit des Produktes mit allen relevanten Informationen ist hierbei besonders wichtig. Die Tray-Front ist deshalb häufig mit einem „Dekolleté" versehen, um außen die nötige Sicherheit gegen Herausfallen und im Mittelbereich optimalen Aufblick auf das Produkt zu gewährleisten. Da im geöffneten und im Regal platzierten Tray das darin befindliche Produkt mit allen relevanten Informationen voll sichtbar ist, kann auf eine Bedruckung des Trays theoretisch verzichtet werden. Jedoch: Nicht nur edle Produkte verlieren an Wertigkeit, wenn sie in einem braunen „Karton" auf ihre Käufer warten! Eine einheitliche Farbe oder Gestaltung im Marken CI schafft eine Aufwertung und die Grundlage für eine „Markenblock"-Bildung im Regal.

So kann die gesamte emotionale Ausstrahlung des Produkt-Facings den Konsumenten erreichen. Das Systemtray EP 0987971, mit einem (perforierten) Schlitz im Boden und Rückenbereich, weist gegenüber den anderen Trayarten weitere Zusatznutzen auf. Optional kann durch dieses Tray ein Warenvorschub, welcher mit dem Regalboden verbunden ist, „hindurch fahren". So wird dieses Tray zum Impulskaufgenerator und bietet gleich mehrere Vorteile:

a) Die Produkte stehen immer im besten Impulskaufbereich – direkt an der Front!
b) Auch „kippgefährdete Produkte, wie z. B. Tüten, stehen konsequent aufrecht und sind somit optimal wahrnehmbar
c) Die zeitaufwändige Regalpflege durch „Nachziehen" entfällt.
d) Durch die exzellente Übersicht wird der Einkauf für den Kunden eindeutig komfortabler.

Umfangreiche „Feldstudien" von bedeutenden europäischen Handelshäusern und Markenartiklern registrieren neben den vorgenannten Vorteilen im Vergleich zu Tray- Präsentationen ohne Vorschub eine schnellere Orientierung für den Kunden verbunden mit einer Erhöhung der Verkaufsraten. Die Industrie als „Verpacker" kann also auf ein breites Spektrum an Lösungen zurückgreifen. Anbieter, die ihre Waren nach den Grundsätzen von „SRP" versenden, laufen beim Handel offene Türen ein. Für alle Bigplayer im europäischen Handel, heißen sie TESCO in UK, oder Carrefour in Frankreich bzw. REWE, EDEKA oder Tengelmann in Deutschland, ist Shelf- Ready-Packaging inzwischen eine sehr ernst zu nehmende Listungsvoraussetzung. Bei der Suche nach der besten Lösung sollte immer der Kunde im Mittelpunkt stehen. Wenn dieser Nutznießer ist von reduzierten Logistikkosten und optimierter Präsentation, wenn er also leichter findet, schneller versteht und komfortabler zugreifen kann, dann haben alle Beteiligten ein guten Job gemacht!

Udo Voßhenrich, Geschäftsführer, POS TUNING

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