Flexheader3

Newsroom

Kinder erobern den Bürotrakt

Spielzeug statt Schreibtische. Einrichtungsleiterin Tina Härtl, "POS"-Personalverantwortliche Ronja Krencky, Gerd Detering vom Jugendamt und Geschäftsführer Oliver Voßhenrich (von links) stehen in dem noch leeren Bürotrakt. (Foto Backe)

"POS TUNING" richtet eigene Tagesstätte ein - Zum Start werden auch externe Bewerbungen angenommen

Zum ersten Mal engagiert sich ein Bad Salzufler Unternehmen intensiv in der Kinderbetreuung. Das Jugendamt freut sich über den "Meilenstein" und hofft auf Nachahmer aus der Wirtschaft.

Bad Salzuflen - Ahmsen. "POS TUNING", ein Experte für Warenvorschubsysteme, ist seit Jahren auf enormem Expansionskurs. Jetzt sorgt das auf mittlerweile 150 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen an der B239 erneut für Schlagzeilen. Nach langer Vorbereitung wird der Betrieb unter seinem Dach die erste Kinder-Großtagesstätte in Bad Salzuflen ermöglichen. Besonders in der Anfangsphase können davon auch Eltern profitieren, die nicht bei "POS TUNING" arbeiten.

Geschäftsführer Oliver Voßhenrich ist von dem Projekt begeistert: "Noch besser kann ein Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht umsetzen. Wir suchen unsere Mitarbeiter sorgsam aus. Da freuen wir uns, wenn sie nach ihrer Babypause möglichst schnell und mit einem guten Gefühl wieder einsteigen können." Er setzt dabei auf kurze Wege, eine flexible Betreuung und gute Rahmenbedingungen. Bis zum Start wird nicht nur auf dem Außengelände - künftig durch einen hohen Zaun von der benachbarten Werre abgetrennt - ein Spielplatz gebaut. Auch die Räume im Bürotrakt mit Blick aufs Grüne, die nach dem jüngsten Anbau noch ungenutzt sind, werden kindergerecht gestaltet.

Oliver Voßhenrich ist überzeugt, dass die neun Plätze künftig vorwiegend vom Nachwuchs der eigenen Mitarbeiter in Beschlag genommen werden. Dies habe auch eine Umfrage im Betrieb ergeben. Doch gerade in der Anfangsphase könnten noch fünf Plätze an externe Kinder vergeben werden. Die müssten dann allerdings nicht befürchten, nach ein oder zwei Jahren eine Kündigung wegen Eigenbedarfs zu bekommen. "Das wird vertraglich garantiert. Wer einen Platz bekommt, der bleibt bei uns, so lange er will", sagt der "POS"-Geschäftsführer.

Während das Unternehmen die Räume kostenlos zur Verfügung stellt und die nötigen Investitionen tätigt, wird die betriebliche Großtagesstätte als Angebot der öffentlichen Jugendhilfe von der Stadt genehmigt und begleitet. So ist es auch an der Rathaus-Verwaltung, von den teilnehmenden Eltern einen monatlichen Betrag einzufordern, der sich wie bei einem Kindergarten nach der Höhe des Einkommens richtet. Einrichtungsleiterin Tina Härtl sowie eine stattlich anerkannte Erzieherin, die bei einer entsprechenden Anmeldezahl sofort einsteigen soll, werden dann wiederum ihr Geld von der Kommune pro Kind und gebuchten Stunden erhalten. Gerd Detering vom Jugendamt freut sich schon auf den Startschuss: "Das ist ein vorbildliches Projekt. Es wäre zu hoffen, dass sich dieser Initiative weitere Betriebe anschließen." (Ein Bericht von Stefan Backe)

Den Bericht aus der Lippischen Landeszeitung vom 18.03.2014 gibt es hier...

Log in

fb iconLog in with Facebook
DMC Firewall is a Joomla Security extension!